Die Kaiserliche Magistratur

Mon der Kaiserlichen Magistratur

Die Kaiserliche Magistratur ist eine von den Tausend Schuppen unabhängige Kammer, der die Exekutive des Scharlachroten Kaiserreiches untersteht. Zu ihr gehören, neben den Magistraten auch die Archonten und die Kaiserlichen Wächter.

Weiterhin wird der Begriff Kaiserliche Magistratur auch für eine spezifische Niederlassung dieser Kammer in einer kaiserlichen Stadt verwendet. Jede größere Ortschaft unterhält eine Magistratur, Metropolen wie Juche, Arjuf, Herrenfurt, Nobel oder die Kaiserliche Stadt beherrbergen gar große Hauptmagistraturen, von denen aus die umliegenden, kleineren Magistraturen verwaltet werden. Trotzdem ist jede Magistratur, wie schon jeder Kaiserliche Magistrat, nur der Scharlachroten Kaiserin selbst Rechenschaft schuldig, was aber die Ministerien der Tausend Schuppen nicht davon abhält, sich in die Belange der Kaiserlichen Magistratur und ihrer einzelnen Zweigstellen einzumischen.

Aufbau einer Magistratur

Eine Magistratur ist häufig Arbeitsplatz und Wohnraum zugleich. Eine jede verfügt über Büros und Schreibsäle, sowie eine kleine Bibliothek mit mehreren aktualisierten Ausgaben des Kaiserlichen Gesetzeswerkes und des Kaiserlichen Registers. Häufig verfügen Magistraturen noch über Aufenthaltsräume, einen Waschraum, einen Trainingsraum und einen Speisesaal mit eigener Küche, sowie Unterbringungen für Kaiserliche Wächter und Archonten. Da beide Gruppen dazu neigen, für ihre Arbeit zu leben, nehmen sie die von Magistraturen bereitgestellten Angebote von Kost und Logis nur allzu gerne wahr, auch wenn Angestellte mit Familie nur hin und wieder in der Magistratur nächtigen – und sei es nur, um dem bissigen Ehepartner zu entkommen.

Kaiserlichen Magistraten steht es hingegen in der Regel frei, ob sie eines der großzügig geschnittenen Appartments bewohnen, die direkt an das Hauptgebäude der Magistratur anschließen, oder ob sie auf Wohnmöglichkeiten außerhalb ihres Arbeitsplatzes zurückgreifen. Viele Magistrate tun beides, einfach um im Falle durcharbeiteter Nächte auch an ihrem Arbeitsplatz einen Rückzugsort zu haben. Auch drachenblütigen Archonten, Ministern oder Beratern in Spezialfragen wird natürlich nicht zugemutet, beim gemeinen Pöbel zu nächtigen: Standesgemäße Zimmer sind reichlich vorhanden, nicht zuletzt deshalb, weil die meisten Magistrate das Reich durchwandern und immer wieder in Magistraturen Station machen, um ihre Berichte abzugeben und sich auf ihren nächsten Aufbruch vorzubereiten. Die obengenannten Appartments sind daher hauptsächlich für jene Gesetzeshüter gedacht, die dauerhaften Dienst in einer Stadt oder Präfektur versehen. Meist sind dies solche in den höheren Dienstjahrhunderten oder aber ehrgeizige, junge Kriminalisten, die das Aufklären komplexer Delikte zu ihrer Profession gemacht haben. So oder so kommen die Räumlichkeiten einer Magistratur im Vergleich zu einem Ministerialsgebäude der Tausend Schuppen fast schon spartanisch daher und bis auf eine Handvoll Diener oder Sklaven kümmert sich niemand um die Belange der örtlichen Drachenblütigen. Dies mag auch daran liegen, dass jeder Magistrat des Kaiserreiches eine gewisse Zeit über die Straßen der Gesegneten Insel gezogen ist und daher wesentlich toleranter gegenüber mangelndem Luxus ist als der durchschnittliche Dynast.

In den Kellergewölben einer Magistratur sind schließlich die Räumlichkeiten verborgen, die man dem unbescholtenen Besucher eher nicht zumuten möchte. Neben Waffen-, Rüst- und Vorratskammern prägen vor allem Verhörräume und Gefängniszellen diesen Bereich und Magistraturen mit entsprechendem Ruf mögen auch Zimmer zur Folterung oder Hinrichtung von Deliquenten unterhalten.

Die Kaiserliche Magistratur

Im Schatten der weißen Laterne Claurer