Die Drachenblütigen

Die Drachenblütigen, auch Erhabene der Erde genannt, sind ein Typus von Erhabenen und damit Essenzwirker. Sie erhielten zu Anbeginn der Zeit ihre Macht von den Elementardrachen und auch ihre magischen Kräfte basieren auf den Fünf Elementen. Statt einer Kaste besitzen Drachenblütige einen Elementaraspekt, der ihre Persönlichkeit und ihre Anima bestimmt. Drachenblütigen sieht man dabei ihren Elementaraspekt oft direkt an: Neben Hautfarbe, Haarfarbe und Statur, sind kleinere elementare Effekte, wie etwa zum Beispiel aus Mund und Nase entweichender Rauch bei Feueraspekten, klamme Haut bei Wasseraspekten oder im Haar wachsende Blumen bei Holzaspekten ständiger Teil des Auftretens vieler Drachenblütiger. Je älter ein Drachenblütiger wird – und das kann bis zu 500 Jahre sein – umso auffälliger werden diese sogenannten Aspektmale. Selbiges gilt, wenn der Drachenblütige magische Kräfte wirkt. Bei besonders großen Mengen Essenz, die ein Drachenblütiger lenkt, wird seine elementare Anima gar stofflich und bricht sich erbarmungslos Bahn: Wer eines solchen Anima ausgesetzt ist, trägt durch die schiere elementare Energie unweigerlich Verletzungen davon.

Für sich genommen sind Drachenblütige die Schwächsten unter den Erhabenen. Dennoch sind sie jedem Sterblichen klar überlegen und wenn sie in der Gruppe arbeiten, können sie ganze Dynastien zerschlagen und auch die mächtigsten Götter in die Unterwerfung zwingen. Da ihre Macht aber so gering ist können Drachenblütige im Gegensatz zu den Erhabenen des Himmels diese Macht durch Vererbung weitertragen, sodass ihre Kinder und Kindeskinder ebenfalls zu Drachenblütigen werden können – und wehe dem Sprößling eines reichischen Drachenblütigen, dem der Zweite Odem nicht zuteil wird.

Schiere Überzahl war es, die den Drachenblütigen des Ersten Zeitalters erlaubte, erfolgreich gegen ihre Herrscher zu rebellieren: Die Erhabenen des Himmels, als dessen Fußsoldaten sie einst geschaffen wurden, deren Dekadenz und Unmenschlichkeit sie aber nicht länger leiden wollten. Seit diesem, wie sie selbst es nennen, Großen Aufbegehren, das die Ära der Alpträume beendete sind die Drachenblütigen die vorherrschende Macht auf der Schöpfung und auch die am weitesten verbreitete Glaubensrichtung, der Orden der Unbefleckten Drachen propagiert ihre spirituelle Überlegenheit. Die wiederkehrenden Erhabenen des Himmels sind in ihrer Weltsicht hingegen als grausame und bösartige Anathema verschrien, die ihre Macht der Sonne und dem Mond gestohlen haben.

Die Drachenblütigen

Im Schatten der weißen Laterne Claurer